AMBASSADOR

Raphael

Geburtsjahr: 1988

Stadt: Eberschwang, Österreich

Ziele: Alaska

Ausrüstung: Biopod Down Hybrid Ice Extreme

Über mich

Mein Name ist Raphael. Ich bin etwas über 30 und in den Bereichen Alpin und Survival im Beruflichen sowie im Privaten tätig. Ich bin Großteils in und mit der Natur aufgewachsen was mich sehr geprägt hat.

Meine Kenntnisse und Erfahrungen teile ich gerne mit anderen Menschen, weil ich der Meinung bin, dass viele dieser Fähigkeiten zu den Ureigensten Kompetenzen des Menschen gehören und jeder unter uns ein gewisses Grundwissen in dieser Richtung haben sollte.

 

Da mir durch meine Verbundenheit zur Natur natürlich so etwas wie Nachhaltigkeit auch wichtig ist bin ich sehr bestrebt mein Leben danach zu richten sowie auch meine Ausrüstung in diesem Sinne auszuwählen.

Deshalb stehe ich für die Produkte von Grüezi Bag.

BIOPOD DOWN HYBRID ICE EXTREME

TESTBERICHT

Montag nach einem langen Tag trafen wir so gegen 22:00 auf unserem ersten Lagerplatz auf ca. 1600m ein. Die Temperatur betrug ca. -10 Grad und leichter Wind aus Osten machte es schon recht frisch. An diesem Abend hatten wir noch motorisierten Nachschub erhalten und deshalb nützte ich die Gelegenheit in einem der gelieferten Kuppelzelte zu nächtigen.


Schnell eine ebene Fläche im Schnee freigeschaufelt und sodass das Zelt dort Platz hat und schon stand die Bude auch schon. Ich pfiff auf jegliche Befestigungsmöglichkeiten, da wir ohnehin nächsten Tag wieder weitergingen.
Ich platzierte meine aufblasbare Isomatte und packte schnell den Schlafsack aus. Wie schon bei den letzten Einsätzen nahm das besagte Teil innerhalb kürzester Zeit sein volles Volumen an was mich immer wieder begeistert. Ich heizte noch schnell einen Liter Wasser im Gaskocher auf, füllte ihn in eine Trinkflasche und legte sie in den Schlafsack als Wärmflasche um ihn gleichmal angenehm aufzuwärmen und ebenfalls legte ich sämtliche Akkus und Powerbanks dazu sowie meine Zahnpasta um sie aufzutauen.


Es verstrichen zu meinem Ärgernis noch 3h bis ich endlich in den kuscheligen Sch(l)afsack schlüpfen konnte. Jetzt war der Gute natürlich schon feinstens aufgewärmt und ich genoss es richtig mich darin hineinzukuscheln.


Die Akkus waren jetzt auch aufgewärmt, sodass ich diverse Elektrogeräte damit aufladen konnte und natürlich hatte ich eine Powerbank extra dafür parat um die Heizung zu betreiben. Ich verschloss den Reißverschluss bis oben und zog die Gummibänder zu bis nur noch ein kleiner Teil meines Gesichtes aus dem Schlafsack schaute. Es war so wohlig warm, dass ich erst vom Wecker geweckt wurde was ich in so kalten Nächten noch selten hatte.


Die Heizung benötigte ich in dieser Nacht nicht, jedoch hatte es gemäß anderer bis zu -14 Grad. Man muss aber dazusagen, dass ich mit der Wärmflasche quasi geschummelt habe. Naja, egal.


Was mich auf jeden Fall sehr begeistert ist der Reißverschluss welchen man gar nicht so falsch zumachen kann, dass er sich verzwickt. Eine weitere Sache die mir sehr positiv auffällt ist das Material welches sich auch auf der nackten Haut recht angenehm anfühlt.


Es fühlt sich nicht an wie man es von anderen Schlafsackmodellen gewohnt ist.
Der weitere Schnitt kommt einem sehr zu Gute wenn man wie ich zwar selber nicht breit ist aber diverse Dinge in den Schlafsack mitnimmt wie Toilettasche, Stirnlampe oder Powerbank.


Die Außentasche welche ich recht praktisch finde nutzte ich in diesem Einsatz zur Aufbewahrung meiner Ohrstöpsel. Oft hat man nicht wirklich Platz um diverse Dinge so abzulegen, dass man sie schnell wieder findet, da bietet sich dieses Fach gut an.


Um 06:00 des nächsten Tages war es schnell zum Zusammenpacken und weiterzugehen.


Nach kurzem Frühstück waren wir auch schon auf den Beinen. Wir erreichten unser Ziel so gegen 14:00 auf einer Höhe von rund 2000m. An dem von uns gewählten Lagerplatz hatten wir noch über 3m Schnee was ich natürlich gleich nutze um mir eine anständige Unterkunft zu bauen.


Ich schlief jetzt 3 Nächte unter freien Himmel, da kein Niederschlag vorhergesagt wurde und auch nicht wirklich Wind zu spüren war.


Das Wetter Tagsüber war die ganze Woche wahrhaft Kaiserwetter. Strahlender Sonnenschein und Temperaturen am Tag so zwischen 0 und -6 Grad.


In den folgenden Nächten hatte ich es mit bis zu -16 Grad zu tun und ich nutze in der Frühe meist die Möglichkeit den Schlafsack etwas zu heizen und ich muss sagen dieses Extra ist einfach der Oberhammer. Man merkt den Unterschied sofort und ich stellte fest, dass der Heizvorgang auch nicht recht viel Strom von der Powerbank zieht.


Die Antirutschnoppen sind eine gute Idee, denn wer kennt das nicht, dass man in der Nacht plötzlich neben der U-Matte liegt.


Im Nachhinein fiel mir auf, dass mir am Anfang beim Reinschlüpfen nie heiß war was man sonst doch meistens hat.


Außerdem musste ich feststellen, dass ich diese Woche obwohl ich in der Nacht öfters mal geweckt wurde, sehr gut geschlafen habe was ich auf die Funktionalität der Schafwolle zurückführe.


Was mir das eine oder andere Mal aufgefallen ist, ist wenn man auf dem Rücken im Schlafsack liegt und dann mit der Hand nach links fährt fühlt man schnell mal den eisig kalten Reißverschluss.


Die Dichtlippe an dieser Stelle isoliert grundsätzlich sehr gut aber es ist mir einige Male passiert, dass ich irgendwie den Reißverschluss berührte.


Vielleicht sollte sie unten angebracht sein aber was weiß ich schon.
Was ich auf jeden Fall sagen muss ist, dass der GrueziBag Schlafsack sich in dieser Woche mit dem Carinthia 1200 vergleichen musste was natürlich Utopisch klingt aber ich kann sagen, dass auch die meisten Carinthia Schläfer nach der ersten Nacht eine Wärmflasche nutzten, somit kann man sagen, dass der gute Sch(l)afsack sich recht gut geschlagen hat.


Einige Kursteilnehmer dieses Überlebenstrainings bewunderten ihn auch, vor allem wegen der Heizung und meinten ihn sich auf jeden Fall zuzulegen. 😊


Mich persönlich hat er auf jeden Fall überzeugt, weil er Funktionalität, Nachhaltigkeit und auch das Praktische vereint. Weiters denke ich, dass man bei der Ausrüstung zum Schlafen auf keinen Fall sparen sollte den der Schlaf ist die Zeit in dem sich der Körper regeneriert was erheblich den weiteren Verlauf jeder Unternehmung beeinflusst.


Ich hoffe du bist zufrieden mit dem Ergebnis meines Tests den mich hat es sehr gefreut den Schlafsack zu testen und würde mich freuen mal wieder eines von Euren Produkten testen zu dürfen.


Vielen Dank und schöne Grüße aus Österreich
Raphael