Materialien und Konstruktion von Schlafsäcken

Schlafsack richtig verstehen

Individuelles Temperaturempfinden: Jeder friert anders

Einen Schlafsack zu kaufen ist eine höchst individuelle Entscheidung – abhängig vom Einsatzzweck, dem persönlichen Wärmeempfinden und der eigenen körperlichen Konstitution. Nur weil ein bestimmter Schlafsack bei einem Bekannten gut „funktioniert“, muss er das bei Ihnen selbst nicht zwangsläufig auch tun...

Das hat einen ganz einfachen Grund: Jeder Mensch hat ein anderes, höchst individuelles Wärmeempfinden. Deshalb können auch alle 'offiziellen' Temperaturangaben (etwa nach der europäischen Norm EN 23537) nur als Orientierungswerte dienen.

Wie wärmt ein Schlafsack?

Ein Schlafsack gibt keine Wärme ab, sondern hält, dank seiner isolierenden Eigenschaften, lediglich die vorhandene Körperwärme zurück. Je mehr Luft ein Schlafsack speichert und je weniger Luft gleichzeitig im Schlafsack zirkuliert, umso besser funktioniert er.

Wärmeverlust im Schlafsack

Es gibt verschiedene Ursachen für den Wärmeverlust beim Schlafen in einem Schlafsack:

  • Konvektion (Luftaustausch): Luftzirkulation, etwa bei geöffnetem Reißverschluss oder durch nicht vorhandenen bzw. benutzten Wärmekragen unter null Grad, führt zu Wärmeentzug, weil sich die warme Luft aus dem Schlafsack mit der kalter Umgebungsluft mischt. Dadurch benötigt der Körper ständig neue Energie, um eine gleich bleibende Temperatur im Schlafsack zu halten. Das gilt ebenso, wenn der Schlafsack zu groß oder zu klein dimensioniert ist.
  • Radiation (Strahlung): Unser Körper strahlt Wärme ab. Je besser ein Schlafsack diese Wärme reflektiert und speichert, desto weniger Energie benötigt der Körper zum Erreichen einer gleich bleibenden Temperatur im Schlafsack.
  • Evaporation (Verdunstung): Jeder Mensch gibt über Nacht im Schlaf ca. ½ Liter Feuchtigkeit über die Haut ab. Bleibt die Feuchtigkeit auf der Haut, entsteht Verdunstungskälte und der Körper versucht, die Haut durch Wärme zu trocknen. Je trockener ein Schlafsack die Haut hält, desto mehr Energie spart der Körper.
  • Konduktion (Wärmeleitung): Je weniger isolierende Eigenschaften ein Material hat, desto schneller fließt Wärme ab, z.B. bei direktem Kontakt mit dem kalten Boden.

Ein guter Schlafsack soll den Wärmeverlust möglichst gering halten. Die verwendeten Materialien, die Konstruktion und Form des Schlafsacks haben dabei direkten Einfluß auf das Isolationsvermögen.

Vergleichbare Temperaturangaben

Das einheitliche Testverfahren nach europäischer Norm 'EN 23537' garantiert eine neutrale Vergleichbarkeit der Temperaturangaben von Schlafsäcken. 

Hier ist eine detaillierte Erklärung der Temperaturangaben und des Testverfahrens.

Materialien für die Schlafsack-Füllung

Es gibt viele Möglichkeiten eine gute Isolation zu erreichen. Im heutigen "Outdoorbetrieb" haben sich Daunen- oder Kunstfaser-Schlafsäcke sowie Wollschlafsäcke etabliert. Welcher Schlafsack aus welchem Material sich wofür eignet, hängt hauptsächlich vom Einsatzgebiet ab und ergibt sich aus den folgenden Materialeigenschaften: 

Kunstfaser im Schlafsack – Die Pflegeleichten

Der Rohstoff Polyester als Füllmaterial

Als Rohstoff für die Kunstfaser-Füllung dient zumeist Polyester, das zu feinen Fasern verarbeitet wird. Eine solche Faser setzt sich aus mehreren sogenannten Filamenten zusammen.

Man unterscheidet Stapelfasern und Endlosfilamente.

Stapelfasern werden geschnitten und „verklebt“, was thermisch oder mit echten Klebern geschieht. Aufgrund der Konstruktion sind diese Füllungsmaterialien bauschiger und weicher im Griff. Diese Fasern erfordern manchmal, je nach Stoffkonstruktion, ein zusätzliches Vlies. Die Dicke der Isolation ist sehr gleichmäßig. Entsprechend wasserabweisend ausgerüstet „schwimmen“ sie auf Wasser.

Endlosfasern sind extrem reißfest und generell stabiler. Allerdings etwas „schwerer“. Damit können etwas weniger faserdichte Außenstoffe verwendet werden. Ein typischer Vertreter dieser Gruppe ist Polarguard. Zusätzliche Vliese müssen nicht vernäht werden.

Formvarianten von Kunstfaser-Filamenten

Diese Filamente können geometrisch unterschiedlich konstruiert sein. Teilweise sind sie hohl, daher der Name Hohlfasern. Deren Hohlkammern sind rund, stern- oder dreiecksförmig. Manche Hersteller bündeln mehrere Hohlfasern ineinander. Dreidimensionale Formen der Filamente oder gekräuselte Strukturen sorgen für mehr Stabilität und Bauschkraft der Füllung.

Art der Füllung

Kunstfaser-Füllungen können in unterschiedlichen Varianten in einem Schlafsack eingearbeitet werden.

Kammernfüllung

Vergleichbar mit einer Daunenfüllung wird das Kunstfaser-Füllmaterial lose in einzelne Kammern der Schlafsackhülle eingeblasen. So wird ein sehr hoher Loft erreicht, aber die Füllung kann verrutschen und je nach Kammernkonstruktion entstehen Kältebrücken.

Vlies/Matte

Sehr oft werden Kunstfaser-Füllungen in Form einer Matte / eines Vlieses verarbeitet. Dies ermöglicht eine gleichmäßige Dicke des Füllmaterials, das nicht mehr verrutschen kann. Ebenso ist eine Konstruktion mit sehr wenigen Nähten / Kältebrücken möglich.

Spezielle Behandlungen

Oft werden Fasern zusätzlich behandelt um spezielle Eigenschaften zu erzielen. Dies bezeichnet man als "Ausrüstung". Eine Silikonbeschichtung macht die Fasern geschmeidiger und somit widerstandsfähiger gegenüber Scherkräften, die ansonsten die Fasern brechen können. Um die Polyester-Füllung selbst wasserabweisend zu machen, gibt es weitere Ausrüstungen.

Vorteile von Kunstfaserfüllungen

Die Feinheit der Faser und die dreidimensionale Struktur, erreicht durch Konstruktion und Verklebung der Faser (Beispiel: lufttexturiert) und/oder Stapeltechnik, hält die Luft eingeschlossen, verringert die Luftzirkulation und erhöht somit die Isolationswirkung. Diese bleibt auch in „normal-feuchtem“ Zustand weitgehend bestehen. Weitere Vorteile sind der meist relativ geringe Preis von Kunstfaser-Schlafsäcken, die Robustheit und der geringe Pflegeaufwand.

Nachteile von von Kunstfaserfüllungen

Kunstfaser-Schlafsäcke werden schnell relativ schwer wenn niedrigere Temperaturen gefordert sind. Gerade im Vergleich zu Daunen lässt sich ein Synthetik-Schlafsack deutlich weniger stark komprimieren. Nach der Kompression benötigt die Füllung zudem mehr Zeit um wieder den vollen Loft zu erhalten. Der größte Nachteil ist das unkomfortable Schlafklima, da Kunstfasern in der Regulierung von Temperatur und Feuchtigkeit sehr eingeschränkt sind.

Empfindlich sind Kunstfasern gegen:

  • Immer gleiches Rollen und Packen. An den hochbelasteten Stellen dünnen Sie aus und werden schwächer.
  • Maschinenwäsche und zu hohe Trocknertemperaturen. Kleber lösen sich!
  • Falsche Lagerung ( Komprimiert im Transportsack).
  • Zugbelastung (Packen oder drehen im Schlafsack).
  • Sie können kein so gutes Klima entwickeln wie Naturfasern.

Daune – Auf Federn gebettet

Daune ist ein Naturprodukt. Sie zeichnet ein hervorragendes Verhältnis zwischen Wärmeisolation und Gewicht aus. Im Vergleich zur Kunstfaser ist das Schlafklima angenehmer (nur in Verbindung mit atmungsaktiven Innen- und Außenstoffen!). Sie lässt sich außerdem über einen kurzen Zeitraum extrem komprimieren, ohne ihre Eigenschaften zu verlieren. Das dadurch entstehende Packvolumen, sowie das o.g. Verhältnis Isolation zu Gewicht machen sie besonders für den alpinen Einsatz interessant.

Daunen und Federn - Was ist was?

Daunen – hier ist das so genannte Daunenbällchen gemeint, ein punktförmiger Kern mit dreidimensionalen Verästelungen – werden nie alleine verwendet, sondern immer zusammen mit Stützfedern. Diese bilden eine stabile „elastische" Matrix, in der sich die Daunen entfalten. Das drückt sich in einem Mischungsverhältnis aus, z.B.: 80% Daunen, 20% Federchen. Das Verhältnis wird je nach Einsatzbereich und Preis-Leistungsverhältnis festgelegt. Viele vergessen dass die Qualität der Federchen fast genauso wichtig ist, wie die der Daune. Sind z. B. die Federchen spröde und die Kiele gesplittert, schneiden die scharfen Kielreste den Stoff und die Nähte auf. 1 kg Daunen enthält zwischen 500.000 und 1.000.000 Daunen.

Mischungsverhältnisse Daune/Feder:
  • 50% : 50% = Bettwäsche, günstige Schlafsäcke. Keine gewichtsrelevanter Einsatz. Geringere Isolation.
  • 60% : 40% = Camping Einsteiger. Günstige Schlafsäcke.
  • 70% : 30% = Gute Camping-Schlafsäcke. Robuster Aufbau, teilweise Entendaune.
  • 80% : 20% = Alpine Einsteigermodelle, teurere Modelle. Besseres Gewichts/Isolationsverhältnis. Fast nur Gänsedaune.
  • 90% : 10% = Top – Alpinschlafsäcke. Teuer. Pflegeintensiver. Sehr gutes Gewichts/Isolationsverhältnis. Gänsedaune.

Bauschkraft oder Fill Power

Die Bauschkraft der Dauen wird in CUIN angegeben. Die Bauschkraft (engl. Fill power) ist ein charakteristisches Maß für Daunen und andere Polsterstoffe, das angibt, welches Volumen eine bestimmte Masse des Stoffes nach einiger Zeit der Kompression wieder einnimmt.

Normiertes Testverfahren für die Ermittlung der Bauschkraft

Eine im Handel übliche Einheit ist das angloamerikanische Kubikzoll pro Unze (engl. cubic inches per ounze, kurz in³/oz oder cuin für cubic inches). Gemessen wird z. B. in der US Norm 2000, in einem Glaszylinder mit einem Durchmesser von 241 mm (Kompression 68,3 g) indem eine Unze (≈ 28 g) der Daunenmischung im Messzylinder für 24 Stunden zusammengepresst wird. Anschließend wird das Volumen gemessen, auf das sich die Probe ausdehnt und in inches (1 inch³ ≈ 16,4 cm³) angegeben.

Die europäische und amerikanische Norm weichen leicht voneinander ab, die Ergebnisse sind aber vergleichbar (EN 284mm DM, 94,25 g Masse. Daunengewicht 30g – IDFB testing regulations).

Je höher der Bauschkraft-Wert ist, desto besser ist die Wärmedämmung im Verhältnis zum Packvolumen. Die Fill Power ist ein Qualitätsmaßstab, aber nicht der Einzige.

Cuin Werte in der Praxis
  • 400 – 500 cuin sind gut und für viele Anwendungen wie Bettwäsche ausreichend.
  • 500 – 600 cuin ist schon ein guter Wert, bei Entendaunen ist die Grenze hier erreicht. Die Modelle mit 600 cuin sind preislich schon deutlich teurer.
  • 600 -700 cuin sollte ein hochwertiger Daunenschlafsack haben. Allerdings ist hier schon etwas mehr Pflege angesagt.
  • 700 - 750 cuin ist ein Spitzenprodukt.
  • Über 800 cuin oder sogar darüber werden nur selten erreicht.  (Können aber durch starkes reinigen erzeugt werden. Dadurch verliert die Daune an schützendes Fett und wird empfindlicher bei Feuchtigkeit)

Weitere Qualitätskennzahlen bei Daune

Die Reinheit (nach der Wäsche und Aufbereitung) der Daune wird durch die sogenannte Sauerstoffzahl (Oxygen Number) angegeben. Eine höhere Nummer bedeutet organische Rückstände, evtl. sogar Bakterien. 1,6 bis 3,2 sind sehr gute Werte. Der höchste noch geduldete Wert beträgt 10.

Weitere Werte sind die Turbidity Nr., der Öl-Fettgehalt sowie der PH-Wert. Diese Werte tauchen meist nicht in den Beschreibungen auf, da Sie sich je nach Anwender und Waschverhalten ändern können.

Herkunft und Tierart

Des Weiteren spielt noch die Herkunft der Daune eine Rolle. Gänsedaunen sind in der Regel größer als Entendaunen, d. h. ihre dreidimensionale Struktur ist größer. Kommen die Tiere aus kälteren Regionen, ist diese Struktur auch dichter, im Vergleich zu Tieren aus südlicheren Gefilden.

Daune und Feuchtigkeit

Grundsätzlich sind Daunen, objektiv gesehen, sehr robust – auch was Feuchtigkeit angeht. Allerdings büßen sie diese Eigenschaft etwas ein durch die Prozedur der Reinigung und Aufbereitung zu Schlafsackdaunen. Das bedeutet, dass Daunen im Gegensatz zu Kunstfasern hinsichtlich Feuchtigkeit deutlich empfänglicher sind. Nehmen sie in bestimmten Situationen mehr Feuchtigkeit auf und verklumpen, erzeugen sie dadurch kein Volumen mehr. Die Folge ist ein reduziertes Isolationsvermögen.

Deshalb ist es notwendig, einen Daunenschlafsack so oft wie möglich zu lüften, in extremeren Fällen zu trocknen.

Im Winter- bzw. in Dauerfrostregionen ergeben sich oftmals Probleme mit Daunenschlafsäcken. Die Ausdünstungen des Körpers werden von den Daunen gespeichert und gefrieren dort. Ein Trocknen ist kaum möglich. Nach einiger Zeit verklumpen die Daunen und verlieren ihre Isolationsfähigkeit. Das Problem lässt sich durch die Wahl geeigneter Funktionsunterwäsche reduzieren.

Grüezi bag Schlafsack Spider

Daunen und Kammern

Um nicht zu verrutschen, sind die „losen“ Daunen in Kammern verfüllt. Billig durchgesteppte Kammernähte sind Kältebrücken. Gute Schlafsäcke zeichnen sich durch Schrägkammern, Trapezkammern oder sog. H-Kammern aus.

Neben der Form der Kammern spielen auch deren Anordnung, Elastizität und die Stoffauswahl eine Rolle. Elastische Kammern verhindern zu große Krafteinwirkung auf die Nähte, damit sich diese nicht weiten und die Daunen so „durchschlüpfen“ können. Wenn die Kammern ringförmig um den Schlafsack laufen, kann man die Daunen je nach Bedarf mehr auf die Vorder- oder auf die Rückseite schütteln und den Schlafsack so den aktuellen Temperaturen anpassen.

Daunenschlafsäcke sind also vor allem für Touren geeignet, bei denen es auf geringes Packmaß und Gewicht bei gleichzeitig optimaler Isolation ankommt (z. B. Bergtouren).

Grundsätzlich sind Daunen unempfindlicher beim Verpacken als Kunstfasern. Trotzdem sollte ein Daunenschlafsack in einem etwas größeren, luftdurchlässigen Aufbewahrungssack trocken und luftig aufbewahrt werden.

Waschen sollte man Daunen mit speziellem rückfettendem Waschmittel, um die Daunen geschmeidig zu halten. Daunenschlafsäcke sind bei entsprechender Lagerung sehr langlebig, sogar langlebiger als Kunstfaserschlafsäcke. Hier finden Sie eine detaillierte Waschanleitung.

 

Wolle – Klimaregulierung auf höchstem Niveau

Die Entwicklung eines Klimawunders

Wer schon gecampt, getrekkt oder sonst wo in einem Schlafsack geschlafen hat, der kennt vermutlich den feuchtkühlen Aufwacheffekt am nächsten Morgen. Der Körper gibt Feuchtigkeit ab (bis zum 500ml pro Nacht) und der Tau gibt den Rest dazu.

Durch diese feuchte, kühle Kombination braucht der Körper viel Energie um seine Temperatur zu regeln. Das bedeutet man schläft nicht so gut und wacht auch nicht fit und meist mit Rückenschmerzen auf, da durch die Feuchtigkeit die Muskel abkühlen.

Genau das hat auch Markus Wiesböck, den Gründer von Grüezi bag, gestört. Er wollte im Urlaub gut schlafen, fit aufwachen und frische Kraft zum Erleben haben.

In seiner 30 jährigen Erfahrung mit Schlafsäcken drehte sich die Entwicklung der Schlafsäcke immer darum, den Schlafsack noch leichter zu machen, und Markus schlief dadurch immer schlechter.

Deshalb fing er an, mit verschiedenen Materialien zu experimentieren. Nach gefühlt unendlich vielen Tests mit Kunstfaser, Daune, Kapok (feinste pflanzliche Hohlfaser der Natur vom Kapokbaum), Buche, Alpaka, Kamelhaar, Schurwolle u.v.m. kam endlich das gewünschte Ergebnis zustande: Nämlich guter Schlaf. Und das mit einem Material, das seit Jahrtausenden benutzt wird, nur nicht im Schlafsack.

Almwolle als natürliche Klimaanlage

Die in den Schlafsäcken verarbeitete Almwolle dient als natürliche Klimaanlage: Der Körper gibt zu jeder Zeit Feuchtigkeit ab. Wenn sich jedoch zu viel Luftfeuchtigkeit im Schlafsack befindet, friert der Körper und guter Schlaf ist nicht mehr möglich. Wolle nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie dosiert – damit keine Verdunstungskälte entsteht – nach Außen weiter. Diese Regulierung ermöglicht einen wärmenden oder kühlenden Effekt und schafft so im Schlafsack ein ausgeglichenes Klima. Das dadurch entstehende Wohlgefühl sorgt für entspannten Schlaf. Wolle wärmt auch noch in feuchtem Zustand. Sie kann bis zu 30% des Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen und behält trotzdem ihre isolierenden Eigenschaften.

Grüezi bag nutzt für seine Produktlinie Biopod als Füllung die Wolle von Schafen aus dem Alpenraum. Geliefert wird sie vom bekannten Wolllieferant Lavalan. Um die Almwolle waschbar und noch stabiler zu machen, wird der Wolle PLA (Maisstärke) hinzugesetzt. Dadurch kann die Wolle nicht mehr verrutschen, ist waschbar und trocknet auch noch leichter.

Wolle und die Schlafforschung

Studien wie von Woolmark Australien zeigen, dass man mit Wolle länger und erholsamer schläft. Bei einer Hauttemperatur von 33°C kann der Mensch am besten schlafen. Dieser Temperatur kommt das Klima, das Alm-Wolle unter einer Decke oder im Schlafsack erzeugt, sehr nahe. Andere Stoffe schaffen das nur unzulänglich. Vor allem synthetische Bettdecken sind Wolle, speziell Alm-Wolle, deutlich unterlegen. Sollte die Klimaregulierung nicht richtig funktionieren, beginnt man leicht zu schwitzen und strampelt sich im Schlaf von der Decke frei. Ohne Decke kühlt man zu stark ab, friert und der Schlaf wird unruhig.

Das wurde in Schlaflaboren bei einer eigentlich angenehmen Umgebungstemperatur von 22°C getestet. Übrigens ist eine Decke aus Almwolle auch für Partner unter einer gemeinsamen Decke angenehm: Jede Körpertemperatur wird gesondert geregelt.

Download Wollstudie Deutsch als PDF-Datei
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Almwolle ist ein nachwachsender Rohstoff

Robust, natürlich, biologisch abbaubar und erneuerbar: Die Schafwolle, in diesem Fall die spezielle Almwolle, kann jährlich geschoren werden. Für die Verbraucher von heute, die zunehmend sensibel auf die Umwelteigenschaften von Kleidung achten, ist Wolle ein Produkt des verantwortungsbewussten Konsums. Almwolle ist ein natürlicher Rohstoff, der immer wieder nachwächst und ohne Rückstände abbaubar ist.

Vorteile der Wollfüllung:

 

Wenn Sie einmal mit Almwolle geschlafen haben, wollen Sie nichts Anderes mehr. Versprochen!

 

DownWool – Eine besondere Kombination

DownWool*  ist eine innovative HIGH-END Füllung aus 70% Daune und 30% speziell behandelter Wolle.

Daune verfügt über eine sehr hohe Isolationsleistung bei geringem Eigengewicht. Deswegen eignet sich Daune hervorragend als Füllmaterial für Schlafsäcke und Jacken. Allerdings isoliert Daune nur im trockenen Zustand. Bei zunehmender Luftfeuchtigkeit fällt ihre feine Struktur zusammen, ihre isolierende Wirkung leidet dadurch erheblich.

Wolle besitzt sehr gute isolierende Eigenschaften und nimmt entstehende Feuchtigkeit auf, ohne Isolationskraft zu verlieren. Das ist ihr großer Vorteil gegenüber Daune. Weiterhin ist Wolle sehr temperaturausgleichend und wirkt zusätzlich antibakteriell. Der Nachteil gegenüber Daune ist das etwas höhere Eigengewicht.

In DownWool haben wir beide Materialen in einem perfekten Verhältnis gemischt

Damit die Daune und die Wolle sich dauerhaft verbinden, haben wir ein technisches aufwendiges Verfahren entwickelt. Der große Vorteil von DownWool liegt darin, dass sie im Vergleich zu reiner Daune nicht so feuchtigkeitsempfindlich ist und deshalb bei hoher Luftfeuchtigkeit besser isoliert. Gegenüber reinen Wollfüllungen hat DownWool den Vorteil deutlich leichter zu sein.

Mit dem einzigartigen Materialmix von DownWool erreichen wir beste Isolation und ein perfektes trockenes Klima bei geringem Eigengewicht.

Das Alles kann DownWool:

  • DownWool ist unempfindlicher gegen Feuchtigkeit
  • DownWool gleicht das Klima natürlich aus
  • DownWool ist leicht und isoliert hervorragend

 

DownWool erklärt

 

Schnitt, Form und Konstruktion von Schlafsäcken

Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Schnitte für Schlafsäcke: die Decken- und die Mumienform. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

Mumienschlafsäcke

Die Mumienform ist der beste Kompromiss zwischen Raumangebot im Schlafsack, Packmaß und Gewicht. Sie folgt der Form des liegenden Menschen und minimiert den zu erwärmenden Luftraum im Schlafsack. Denn je enger der Schlafsack den Körper umgibt, desto besser hält er die Wärme. Allerdings nur so lange, wie die Füllung dabei nicht gequetscht wird!

Deckenschlafsäcke

Deckenform Für Menschen, die mehr Bewegungsspielraum brauchen und vornehmlich bei Temperaturen über 0°C Draußen schlafen, bietet sich die Deckenform an. Das ist ein rechteckiger Schlafsack mit oder ohne Kapuze, der sich komplett zu einer Decke aufklappen lässt.

Eiförmige Schlafsäcke

Für Menschen, die mehr Wert auf Schlafkomfort als auf Gewicht und Wärmeleistung legen bzw. denen Mumien-Schlafsäcke zu eng sind, eignen sich auch Mischformen wie z. B. eiförmige Schlafsäcke. Hier versucht man Mumien- und Deckenform zu kombinieren. Das Ergebnis ist ein enger Kopf-, Schulter- und Fußbereich wie bei der Mumie, dafür eine sehr breite Taille, die Bewegungsfreiheit für Arme und Beine lässt.

Sonstige Formvarianten

Kleine Personen sollten sich kurze Schlafsäcke kaufen, damit im Fußbereich nicht zu viel Luft bleibt. Alternativ können Sie das Fußteil hinter den Füßen abbinden (z. B. bei Kindern), oder das Fußteil mit Pullovern oder anderen Bekleidungsteilen ausfüllen.

Speziell für Kinder gibt es auch mitwachsende Schlafsäcke. Bei dieser Formvariante sorgt im Fußbereich ein umlaufender Reißverschluss für eine Verlängerungsmöglichkeit. Damit eignen sich die Grüezi bag Kinderschlafsäcke für Körpergrößen von 100cm bis 155cm.

Die Reißverschlusslänge sowie die Verwendung von gefüllten Wärmekrägen oder gefütterten Reißverschlussabdeckleisten tragen merklich zum Isolationsvermögen des Schlafsackes bei.

Spezielle Ausstattungsdetails der Grüezi bag Modelle

Außenmaterial

Grüezi bag verwendet hochwertige, nicht beschichtete und raschelfreie Polyester- oder Nylongewebe mit einer hohen Faserdichte (Fadenzahl), meist als Rip-Stop Ausführung. Die hohe Faserdichte ist wichtig, damit die Füllung nicht durch den Stoff dringen kann. Bei einem Rip-Stop-Gewebe sind in regelmäßigen Abständen dickere und stabilere Fäden eingearbeitet. Bei einem Riss des Gewebes stoppt dieser bei einem dieser dickeren Fäden und die Beschädigung weitet sich nicht mehr aus.

Wasserabweisende Imprägnierung Bionic Finish Eco

Zusätzlich sind die Außenstoffe wasserabweisend ausgerüstet.

Uns sind die Atmungsaktivität und das Schlafklima bzw. der daraus resultierende Schlafkomfort sehr wichtig. Bei billigen, beschichteten Materialien kondensiert Schwitzwasser an der Innenseite und tropft zurück in die Füllung. Deshalb verwenden wir hochatmungsaktive Imprägnierungen. 

 

Innenmaterial:

Hier verwenden wir hochatmungsaktive, hautsympatische teils weich gebürstetet, leichte Materialien.

 

AUSSTATTUNG:

Wichtige Ausstattungsdetails eines Grüezi bag-Schlafsacks sind:

  • Konturkapuze: Über den Kopf verliert der menschliche Körper ca. 30 % seiner Wärme. Diese Abwärme für die Nacht nutzbar zu machen ist die Aufgabe der Kapuze.
  • Kapuzeneinstellung: Verstellbar und elastisch.
  • Facebuffle: Damit bezeichnet man einen Wulst im Kopfbereich, der dafür sorgt, dass sich die Kapuze besser und komfortabler an den Kopf anpassen lässt.
  • Reißverschluss-Abdeckleiste: Die Abdeckleiste verhindert einerseits, dass erwärmte Luft aus dem Schlafsack entweicht und andererseits, dass kein kalter Wind durch den Reißverschluss in den Schlafsack eindringt.
  • Reißverschlusswahl: Bei einigen Modellen kann man zwischen links- und rechtsseitigen Reißverschlüssen wählen. So lassen sich zwei Schlafsäcke verbinden. Pärchen können dadurch den Temperaturbereich ihrer Schlafsäcke beträchtlich erweitern.
  • Kopfkisseneinschubfach: Durch einfaches Einschieben z. B. einer Fleecejacke entsteht ein weiches, unverrutschbares Kopfkissen.
  • Vorgeformter Fußbereich: Damit die Füße platz haben und nicht so leicht gegen die Außenhülle stoßen.
  • Innovatives Belüftungssystem: Der runde Zipperverlauf ermöglicht eine bessere Belüftung nach oben und erleichtert das Rauslegen der Beine auf die Oberseite des Schlafsackes.

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